Frank Glanz wird 1949 in Salzburg, Österreich, geboren. Seine Neugier führt ihn schon früh über die Grenzen seines Heimatlandes hinaus, durch die Schweiz, Deutschland und die Vereinigten Staaten bis nach New York, dem Zentrum der internationalen Kunstszene. In Basel begegnet er der Anthroposophie, einer philosophisch-spirituellen Strömung, die seine Art, die Wirklichkeit zu betrachten, nachhaltig prägen wird. Spätere Reisen nach Asien und insbesondere nach Tibet führen ihn zum Buddhismus. Unterschiedliche Erfahrungen, Kulturen und Weltanschauungen verbinden sich so zu einer künstlerischen Suche jenseits fester Zugehörigkeiten, in der sichtbare Wirklichkeit und innere Dimension ständig miteinander in Dialog stehen.
In der Malerei von Frank Glanz begegnet die Tradition der Gegenwart. Der Künstler greift die Präzision und Geduld der flämischen Maltechnik auf und baut seine Bilder durch feine Schichten von Farbe, Licht und Detail auf. Die genaue Beobachtung der Natur ist dabei kein Selbstzweck: Das Reale wird in ein Bild voller Bedeutung verwandelt. Oberfläche, Materialität, Leuchtkraft und Details tragen gemeinsam zur Entstehung einer Bildwelt bei, die zwischen Darstellung und Symbol schwebt. Auch der Rahmen besitzt eine besondere Bedeutung: Er wird als integraler Bestandteil des Kunstwerks verstanden und nicht als bloßes dekoratives Element.